Ab 2026 verändert sich mein Angebot grundlegend. Ich verabschiede mich von Zukunftsberechnungen und konzentriere mich ganz auf Finanzcoaching. Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. In diesem Artikel erzähle ich, warum ich sie trotzdem getroffen habe – und wie ich ab Januar mit meinen Kundinnen und Kunden arbeite.
Inhalt:
ToggleEin Abschied, der Zeit gebraucht hat
Manche Entscheidungen trifft man nicht an einem Nachmittag.
Sie reifen leise. Über Monate. Man schiebt sie weg, holt sie wieder hervor, dreht sie von allen Seiten.
So ging es mir mit der Entscheidung, mein Angebot ab 2026 zu verändern.
Meine bisherige Arbeit, vor allem die produktfreie, detaillierte Finanzplanung, war mein Baby.
Ein echtes Herzensprojekt.
Ich wollte der Finanzindustrie etwas entgegensetzen, das keine Angst macht, sondern Hoffnung.
Das Klarheit schafft, ohne Druck aufzubauen.
Das Menschen stärkt, statt sie mit Worst-Case-Szenarien zu verunsichern.
Und trotzdem habe ich irgendwann gemerkt: etwas passt für mich nicht mehr ganz.
Warum mir Zukunftsberechnungen so wichtig waren
Als ich mit meinen Angeboten gestartet bin, war mir eines besonders wichtig:
Keine Produkte. Kein Verkauf. Keine versteckten Interessen.
Formate wie der Renten-Schnellcheck oder andere Begleitungen rund um den Ruhestand sollten genau das ermöglichen:
einen nüchternen, ehrlichen Blick auf Zahlen – ohne Agenda.
Viele Menschen haben mir gesagt, wie gut ihnen das getan hat. Wie entlastend es war, die eigenen Zahlen einmal sortiert vor sich zu sehen.
Und ja: Diese Arbeit hat auch mir viel bedeutet. Gerade deshalb ist mir diese Entscheidung nicht leicht gefallen. Lange Zeit war das genau der richtige Schwerpunkt für meine Arbeit. Und er hat sowohl meinen Klientinnen als auch mir selbst viel Sicherheit gegeben.
Doch wie so oft im Leben bleibt nichts einfach stehen.
Der Moment, in dem sich etwas verschoben hat
Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass sich mein Blick langsam verändert.
Nicht plötzlich.
Und nicht, weil etwas falsch gewesen wäre.
Sondern, weil sich mein Fokus verschoben hat.
Zukunftsberechnungen hatten in meiner Arbeit immer einen wichtigen Platz. Sie schaffen Überblick, helfen Zusammenhänge zu verstehen und geben vielen Menschen Sicherheit.
Gleichzeitig habe ich in den Gesprächen immer öfter gespürt, dass die entscheidenden Fragen nicht bei den Zahlen selbst lagen, sondern bei dem Umgang mit ihnen.
Wie stark bestimmen sie Entscheidungen?
Welche Rolle spielen sie im Alltag?
Und was machen Menschen eigentlich aus dem, was sie schwarz auf weiß sehen?
Mir wurde immer klarer, dass ich meine Energie künftig stärker genau dort einsetzen möchte.
Diese innere Verschiebung war zunächst kein konkreter Plan. Aber sie wurde mit der Zeit immer deutlicher. Und irgendwann musste ich mir eingestehen, dass daraus auch eine klare Entscheidung folgen würde.
Die Entscheidung: Ab 2026 keine Zukunftsberechnungen mehr
Zum 1.1.2026 verabschiede ich meine bisherigen Angebote in ihrer bisherigen Form.
Es wird keine Szenarienberechnungen für die finanzielle Zukunft mehr geben.
Diese Entscheidung ist kein Rückzug. Und sie ist auch keine Abwertung dessen, was vorher war.
Ich halte es nach wie vor für sehr sinnvoll, sich mit den eigenen Zahlen zu beschäftigen.
Zu wissen, wo man steht. Zu verstehen, wie Einnahmen, Ausgaben und Vermögen zusammenhängen.
Genau deshalb habe ich das über viele Jahre hinweg zu einem Schwerpunkt meiner Arbeit gemacht.
Diese Phase war richtig. Und sie hat vielen Menschen geholfen.
Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass sich mein eigener Blick verändert hat.
Nicht, weil Zahlen plötzlich unwichtig geworden wären. Sondern weil ich immer deutlicher gespürt habe, dass der Umgang mit Geld und die Rolle, die Geld im Leben eines Menschen spielt, für mich heute die größere Bedeutung haben.
Zahlen sind eine Grundlage. Aber sie beantworten nicht die Frage, wie wir mit Geld umgehen.
Welche Entscheidungen wir treffen. Und warum sich manche Dinge trotz guter Zahlen nicht gut anfühlen.
Ich habe gemerkt: wenn ich wirklich etwas bewegen will, dann dort.
Deshalb ist dieser Schritt für mich kein „besser oder schlechter“, sondern eine notwendige Wahl.
Um meine Energie künftig ganz in das Finanzcoaching zu stecken, muss ich mich, auch wenn es mir nicht leichtfällt, von den Zukunftsszenarien verabschieden.
Nicht aus Ablehnung.
Sondern aus Klarheit.
Ganz klar: Das ist kein esoterisches Coaching
Bevor ich beschreibe, wie ich künftig arbeite, ist mir eines wichtig.
Mein Angebot wird nicht schwammig. Und es wird auch nicht „esoterisch“.
Ich arbeite nicht mit positiven Glaubenssätzen.
Nicht mit vagen Mindset-Formeln.
Und nicht mit Wohlfühlgesprächen ohne Richtung.
Was bleibt, ist eine klare, strukturierte Arbeitsweise. Was sich ändert, ist der Fokus.
Was Finanzcoaching für mich heute bedeutet
Im Finanzcoaching geht es für mich um eines ganz konkret:
den Umgang mit Geld im Alltag. Egal ob als Einzelperson, als Paar oder als Familie.
Die meisten Kunden kommen nicht zu mir, weil sie ihre Zahlen nicht kennen.
Sondern, weil sie mit ihrem Umgang mit Geld unzufrieden sind.
Zum Beispiel, weil:
- Geld immer wieder Stress auslöst
- Entscheidungen aufgeschoben werden
- Sparen und Ausgeben sich nie richtig anfühlen
- das Gefühl fehlt, das eigene Geld wirklich im Griff zu haben
Im Coaching sprechen wir nicht über theoretische Modelle oder ferne Zukunftsbilder.
Sondern darüber, wie du heute mit Geld umgehst – und was sich daran verändern soll.
Dabei geht es nie nur um das Hier und Jetzt.
Der Umgang mit Geld entwickelt sich über Jahre – oft über ein ganzes Leben.
Wie wir heute entscheiden, ausgeben, sparen oder Verantwortung übernehmen, wirkt immer auch in die Zukunft hinein.
Ein klarer, stimmiger Umgang mit Geld heute ist deshalb keine Abkehr von Zukunftsdenken. Er ist die Grundlage dafür.
So arbeite ich ab Januar 2026 im Finanzcoaching
Am Anfang steht immer eine Unzufriedenheit.
Etwas fühlt sich im Umgang mit Geld nicht stimmig an – auch wenn objektiv vielleicht „alles okay“ ist.
Im ersten Schritt klären wir:
- was dich konkret belastet
- welches Ziel du mit dem Coaching erreichen möchtest
- was mein Auftrag als Coach für dich ist
Darauf aufbauend gehen wir Schritt für Schritt vor.
In jeder Coaching-Einheit:
- schauen wir auf eine konkrete Situation aus deinem Alltag / das Thema, das dich gerade bewegt
- ordnen Gedanken, Gewohnheiten und Entscheidungen rund ums Geld
- machen sichtbar, wo du dir selbst im Weg stehst – und warum
Ganz wichtig:
Am Ende jeder Sitzung steht eine konkrete Handlungsplanung.
Diese Schritte sind bewusst so gewählt, dass sie nicht nur kurzfristig wirken. Sie verändern Routinen, Entscheidungen und den eigenen Blick auf Geld.
Und genau dadurch entsteht über die Zeit das, was viele sich eigentlich wünschen: finanzielle Stabilität und Vertrauen in die eigene Zukunft.
Keine guten Vorsätze, keine abstrakten Erkenntnisse, sondern klare, machbare Schritte, die du zwischen den Terminen umsetzt.
Genau dadurch wird Veränderung spürbar: im Alltag, in Entscheidungen, im Gefühl von Sicherheit und Selbstwirksamkeit im Umgang mit Geld.
Dieses Coaching ist richtig für dich, wenn du:
- deinen Umgang mit Geld wirklich verändern willst
- bereit bist, Dinge auszuprobieren und umzusetzen
- nicht nur verstehen, sondern handeln möchtest
Es ist eher nicht passend, wenn du konkrete Zukunftsberechnungen, Ratschläge oder Empfehlungen erwartest.
Beides ist legitim. Es sind einfach unterschiedliche Bedürfnisse.
Ein offenes Ende
Ich habe diese Veränderung nicht eingeführt, um etwas neu zu verkaufen.
Sondern, weil sie sich für mich richtig anfühlt.
Wenn du Zahlen brauchst, um ruhig schlafen zu können, ist mein Angebot vielleicht nicht mehr das passende.
Wenn du deinen Umgang mit Geld so gestalten willst, dass er dich heute trägt und dich gut durch die kommenden Jahre begleitet, dann könnte genau das dein Weg sein.
